Was ist

Hypnobirthing

Hypnobirthing ist ein Konzept zur Geburtsvorbereitung, das auf dem Grundsatz beruht, dass jede Frau das Potential für eine natürliche, selbstbestimmte Geburt in sich trägt.
Die zentralen Säulen sind Achtsamkeit, Tiefenentspannung, Visualisierungen, Selbsthypnosen, spezielle Atemtechniken und die Einbeziehung des Partners (oder Geburtsbegleiters). Sämtliche Techniken sind alltagstauglich und auch außerhalb von Schwangerschaft und Geburt anwendbar und der Kurs bietet dem Paar eine Möglichkeit zu einem kompetenten Geburtsteam zusammen zu wachsen.

Pregnant woman in nature
Baby holding parent pinky finger

Was ist Hypnobirthing nicht

Hypnobirthing ist kein Garant für ein bestimmtes Geburtserlebnis, kein esoterischer Hokuspokus, keine Therapie oder Ersatz dafür und kein Ersatz für eine Hebamme.

Die   Vorteile   von Geburtsvorbereitung mit Hypnose

Aus

Liz Lorenz-Wallacher: Schwangerschaft, Geburt und Hypnose Hypnoaktive Geburtsvorbereitung.

Link zum Buch

  • Hypnotische Vorbereitung braucht wenig Zeit, die Schwangere kann Selbsthypnosen entsprechend ihren eigenen Bedürfnissen einsetzen.

  • Hypnose steigert in hohem Maße die Entspannungsfähigkeit - In der Trance wird die Gebärende eher bereit sein zu akzeptieren, dass Schmerzen und Anspannung verschwinden können, weil sie sich tief entspannen kann, was die Geburt leichter macht. Sie kann lernen, mehr Kontrolle über ihre Körperfunktionen zu entwickeln.

  • Hypnose reduziert den Einsatz chemischer Anästhesie – Dadurch fällt eine Belastung des Atmungs- und Kreislaufsystems bei Mutter und Kind weg.

  • Hypnose bewirkt üblicherweise eine Verkürzung der Eröffnungsphase.

  • Geringere Ermüdung bei der Geburt – Die Gebärende bleibt länger bei Kräften, wenn sie Hypnose einsetzt, denn die Widerstandskräfte bei körperlicher Anstrengung sind in Trance erhöht.

  • Hypnose reduziert das Risiko eines Geburtsschocks – weil die Gebärende im ersten Stadium der Geburt nicht so erschöpft ist. Sie kann in Hypnose essen, trinken, schlafen und aufmerksam mit dem Arzt und der Hebamme kooperieren, auch wenn die Kontraktionen stark sind.

  • Verminderung operativer Eingriffe mit Hypnose – im Gegensatz zum Einsatz chemischer Anästhesie fällt dadurch eine weitere Gefahr für Mutter und Kind weg.

  • Deutliche, zum Teil vollständige Schmerzreduktion – In den leichten und mittleren Trance-Stadien wird durch die Lösung des Angst-Spannungs-Schmerz-Syndroms eine erhöhte Schmerzresistenz erreicht und durch die Fähigkeit ersetzt, sich körperlich und mental völlig zu entspannen.

  • Sogar im zweiten Stadium der Geburt, wenn die Kontraktionen noch häufiger und stärker werden, können Schwangere, die gelernt haben, tiefes rhythmisches Atmen mit Suggestionen für zunehmende Entspannung zu verbinden, Schmerzen vermindern, wenn nicht sogar ganz ausschalten.

  • Die Gebärende kann aktiv mitarbeiten – Eine Frau, die Hypnose anwendet, fühlt sich in der Regel viel wohler, weil sie aktiv am Geschehen beteiligt und nicht die ganze Zeit auf die Hebamme oder den Arzt angewiesen ist.

  • Plazentalösung – Das dritte Stadium der Geburt und die Ausstoßung der Plazenta wird unter Hypnose nicht beeinträchtigt. Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass der Blutverlust nach Ausstoßung der Plazenta verringert ist.

  • Die Erholungsphase nach einer Geburt mit Hypnose verläuft in der Regel schneller und ohne Zwischenfälle – Die meisten Frauen, die mit Hypnose entbunden haben, fühlen sich nach der Geburt erstaunlich fit.

  • Die Tatsache, dass sie sofort nach der Geburt ihre Beine frei bewegen können und so ihre Muskeln wieder trainiert werden können, mindert die Gefahr einer Thrombose. Es scheint auch sonst weniger Komplikationen zu geben.

  • Der Milchfluss kann über Hypnose angeregt und das Stillen erleichtert werden – Dies verwundert nicht, da die Störanfälligkeit des Stillverhaltens durch bewusste oder unbewusste emotionale Probleme bekannt ist.

Weitere Quellen:

hypnose.de

Hypnose in der Geburtsvorbereitung (Video)

Mother and baby in autumn